Polizeipräsidium Berlin

Metropolis_RoteBurg_finalDas Polizeipräsidium in Berlin am weltbekannten Alexanderplatz gelegen wurde von den Berlinern auch die „Rote Burg“ genannt. Der Ursprungsbau wurde in den Jahren 1886–1890  errichtet. Er war damals neben dem Berliner Stadtschloss das größte Gebäude Berlins. Im Jahr 1900 folgte eine Erweiterung.

Der rote Ziegelbau, in dem auch das Stadtgefängnis untergebracht ist, ist die Arbeitsstätte von Martin Forster, der dort im ersten Stock sein Büro hat. Das Gebäude ist riesig. 196 Meter ist seine Fassade an der Alexanderstraße lang, 92 Meter sind es am Alexanderplatz. Diesem zugewandt ist ein wuchtiger Eckturm. Das Gebäude verfügt über vier Geschosse, acht unbedeckte, unterschiedlich große Höfe und einen glasbedachten Mittelhof. Im Inneren sind jedoch nicht nur Behörden und das Gefängnis untergebracht, sondern es gibt hier auch Dienstwohnungen für leitende Polizeibeamte.

Im Jahr 1926  wurde durch Ernst Gennats Bemühungen aus dem Mordbereitschaftsdienst eine organisatorisch fest eingerichtete „Zentrale Mordinspektion“ in der Inspektion A, die am 1. Januar offiziell ihre Arbeit aufnahm und deren Leitung er übernahm.  Hinter seinem Rücken wurde er von seinen Kollegen freundlich oder hämisch „Buddha der Kriminalisten“ oder „Der volle Ernst“ genannt. Diese Spitznamen spielten auf seine imposante Körperfülle an.

In der „Roten Burg“ gab es im Jahr 1926 neun Fach-Inspektionen der Kriminalpolizei (Abteilung IV:

  • Inspektion A: Mord und Körperverletzung
  • Inspektion B: Raubüberfälle
  • Inspektion C: Diebstahl
  • Inspektion D: Betrug, Schwindel und Falschmünzerei
  • Inspektion E: Sittenpolizei
  • Inspektion F: Verstöße gegen die Gewerbe- und Konkursordnung
  • Inspektion G: Weibliche Kriminalpolizei, WKP (ab 1927 hauptsächlich mit weiblichen Beamten besetzt)
  • Inspektion H: Fahndungspolizei
  • Inspektion I: Erkennungsdienst, ED

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