Martin Forster

Martin Forster (33), * am 15. April 1893 in Berlin.

Nach der Volksschule besuchte er das Königliche Luisen-Gymnasium in der Turmstraße 87 in Berlin und legte am 13. September 1912 die Abiturprüfung ab. 1913 trat er in den preußischen Polizeidienst ein. Am 30. Mai 1919 bestand  der Kriminalanwärter die Prüfung zum Kriminalkommissar, wurde zwei Tage später zum Hilfskriminalkommissar ernannt und am 1. August zum Kriminalkommissar.

Er lebt in einer drei-Zimmer Wohnung in Friedrichshain in der Rigaerstr. Morgens bereitet er sich einen Kaffee in seiner „Küche“ zu. Diese besteht aus einem Herd und einem Topf. Mittags geht er, wenn er nicht im Einsatz ist, bei Aschinger am Alex essen. Dort kennt ihn die Bedienung schon. Aber hier ist das Essen eher Pflichtprogramm als Genuss.

Er ist in der Anfang 1926 gegründeten Inspektion A: Mord und Körperverletzung tätig und ist beauftragt die komplizierten Fälle zu lösen. Er hat ein Gespür für Menschen und kann sehr schnell Zusammenhänge erkennen. Er ist kein Aktenfresser, sondern einer der raus muss. Mit den Menschen reden, beobachten und seine Schlüsse ziehen.

Das Verhör ist die überragendste seiner vielen Stärken. Er behandelt Verdächtige als Menschen, denn er fühlt sich nie als Richter. Das Geständnis wird ihnen durch seine echte Menschlichkeit leicht, aber auch durch die Ruhe, die von ihm ausstrahlt. Einmal erklärt er seinem zweiten Kommissar: „Hände verraten mehr als Gesichter. Auf Gesicht und Augen achtet einer auch dann noch, wenn er unruhig wird, aber an die Hände denkt er nicht. Beunruhigt Ihren Mann eine Frage, so wird er eventuell mit den Händen, die er bis dahin ruhig gehalten hat, die Knie streicheln, und, hat er sie bis dahin nervös herumspielen lassen, wird er sie jetzt ballen oder krampfen.“

Martin ist ein cooler Typ, einer der kein Risiko scheut. Einige neiden ihm sogar den Erfolg, lassen sich das aber nicht anmerken. Denn bei ihm wirkt alles leicht und sein Ehrgeiz ist ihm nie anzumerken. Und Erfolge hat er durchaus schon immer gehabt. Schon seinen ersten Fall hat er grandios gelöst. Aber für seine Vorgesetzten ist er keine Gefahr, weil er keinerlei Interesse hat, auf einem Schreibtisch zu versauern oder Verantwortung für andere zu übernehmen.

Martin sieht verdammt gut aus. Er ist schlank, 182 cm groß und hat schwarze Haare.

Er ist intelligent und belesen. Wenn er nicht gerade mit einer Frau verabredet ist, dann sitzt er gerne zuhause und liest in einem Roman.

Martin kommt bei den Frauen gut an. Immer wieder lässt er sich auf das eine oder andere Liebesabenteuer ein. Allerdings bleibt es meist nur bei kurzfristigen Affären, denn lange hält er es mit keiner Frau aus. Das würde ihn zu sehr in seiner Freiheit einschränken. Das führt aber dazu, dass er die eine oder andere schon enttäuscht und verletzt hat. Denn den jeweiligen Damen vermittelt er immer das Gefühl, die Frau fürs Leben zu sein. Das liegt sicherlich auch daran, dass er es selbst glaubt. Er würde keine seiner Partnerinnen als Affäre bezeichnen. Er meint es ernst, aber die, die ihn kennen wissen, dass sie sich die Namen der Damen nicht unbedingt merken müssen. Diese Seite an ihm zählt nicht zu seinen Glanzleistungen.!

Nichtraucher, trinkt meist Gin mit Orangensaft und morgens Kaffee, manchmal mit anderen trinkt er auch Absinth.

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